APIs & Systemintegration
Schnittstellenentwicklung & Systemintegration
Wenn Ihre Systeme nichts voneinander wissen, trägt Ihr Team die Daten von Hand hinüber. Mit sauberer Schnittstellenentwicklung verbinden wir ERP, CRM, Shop und Fachanwendungen so, dass Daten verlässlich fließen – spezifiziert nach OpenAPI, versioniert und mit Fehlerlogik. Am Ende gehören Code, Zugänge und Dokumentation vollständig Ihnen.
Einordnung
Wann sich Schnittstellenentwicklung lohnt
Eine Schnittstelle ist die richtige Antwort, wenn dieselben Daten an mehreren Stellen gebraucht werden – und heute von Hand dorthin kommen.
Systemintegration lohnt sich, sobald Ihre Abläufe über mehrere Systeme laufen: Aufträge entstehen im Shop, werden im ERP abgerechnet und im CRM nachverfolgt. Solange jedes System für sich arbeitet, hält Ihr Team die Verbindung – per Export, Copy-and-paste oder Sammel-E-Mail. Eine Schnittstelle übernimmt diese Arbeit dauerhaft, nach festen Regeln statt nach Tagesform. Dasselbe gilt, wenn Sie eigene Daten für Partner, Kunden oder eine App bereitstellen wollen.
Die Anzeichen sind unauffällig, aber teuer: Kundendaten weichen zwischen CRM und ERP voneinander ab, Bestände stimmen erst nach dem nächtlichen Import, und niemand weiß genau, welcher Stand gilt. Oft gibt es bereits eine Verbindung – ein Skript, das ein ehemaliger Kollege geschrieben hat, das gelegentlich still abbricht und das niemand anzufassen wagt. Fehler fallen dann erst auf, wenn ein Kunde anruft.
Ehrlich bleibt es auch hier: Bringen Ihre Systeme bereits einen gepflegten Standard-Connector mit oder deckt eine etablierte Integrationsplattform Ihren Fall ab, ist das meist günstiger als eine Eigenentwicklung – und wir sagen Ihnen das. Wird ein Abgleich nur einmal im Quartal gebraucht, genügt oft ein sauber dokumentierter Export. Individuelle Schnittstellenentwicklung lohnt sich dort, wo der Standard Ihre Datenlogik nicht abbildet oder die Verbindung geschäftskritisch ist.
Leistungen
Was wir konkret bauen
Von der einzelnen ERP-Anbindung bis zur API-Entwicklung für Ihre Partner – immer mit Spezifikation, Tests und Dokumentation.
REST-APIs nach OpenAPI
Wir entwerfen die Schnittstelle zuerst als OpenAPI-Spezifikation und bauen sie dann. So wissen alle Beteiligten vorab, welche Daten fließen, und Ihr Team oder Ihre Partner können parallel gegen denselben Vertrag entwickeln.
ERP- und CRM-Anbindung
Wir verbinden ERP, CRM und Fachanwendungen über die Schnittstellen, die sie mitbringen – oder, wo keine vorhanden ist, über Datenbankzugriff oder Dateiaustausch. Dabei legen wir fest, welches System für welche Daten führend ist.
Webhooks und Ereignisse
Statt stündlich nach Änderungen zu fragen, reagiert die Integration auf Ereignisse: Eine neue Bestellung, ein geänderter Kontakt oder ein Zahlungseingang löst den nächsten Schritt aus – mit Warteschlange, falls die Gegenstelle gerade nicht erreichbar ist.
Datenabgleich zwischen Systemen
Regelmäßiger oder laufender Abgleich von Stammdaten, Beständen und Status, mit festen Regeln für Widersprüche. Jeder Lauf wird protokolliert, sodass Sie nachvollziehen können, was wann in welches System geschrieben wurde.
Fehler- und Wiederholungslogik
Gegenstellen sind nicht immer erreichbar. Wir bauen Wiederholungen mit wachsendem Abstand, erkennen doppelte Nachrichten und melden dauerhafte Fehler, statt sie still zu verwerfen. Metriken, Logs und Alarme gehören von Anfang an dazu.
Versionierte Schnittstellenverträge
Muss sich eine Schnittstelle ändern, laufen alte und neue Version eine Zeit lang parallel. Dazu kommen Authentifizierung über OAuth 2.0, eng gefasste Rechte je Anwendung und eine Dokumentation, mit der Ihr Team selbstständig weiterarbeitet.
Ablauf
So läuft ein Integrationsprojekt
Dieselben vier Schritte wie in jedem unserer Projekte – mit dem Unterschied, dass hier immer mindestens zwei Systeme beteiligt sind, die man nicht allein bestimmt.
Analyse der Systeme und Datenflüsse
In ein bis zwei Wochen erfassen wir, welche Systeme beteiligt sind, welche Schnittstellen sie tatsächlich anbieten, welche Daten wohin müssen und welches System jeweils führend ist. Dazu gehören Testzugänge und ein Blick auf echte Datensätze, nicht nur auf die Herstellerdokumentation.
Plan und Schnittstellenvertrag
In etwa einer Woche entsteht die Zielarchitektur: Datenmodell, Zuordnung der Felder, Regeln für Widersprüche und Fehler sowie – wo wir eine eigene API bauen – die OpenAPI-Spezifikation. Sie sehen vorab, was zuerst angebunden wird und woran Sie merken, dass es funktioniert.
Umsetzung gegen Testsysteme
Wir bauen iterativ und zuerst gegen Test- oder Sandbox-Umgebungen, wo die Gegenstelle sie anbietet. Jede Datenzuordnung ist getestet und versioniert. Erst wenn der Abgleich dort nachvollziehbar stimmt, geht er mit echten Daten in Betrieb – Stufe für Stufe statt auf einen Schlag.
Übergabe und Betrieb
Sie erhalten Code, Zugänge, die Spezifikation und Runbooks für die typischen Störungen: Was tun, wenn eine Gegenstelle ausfällt oder ein Datensatz hängen bleibt? Ihr Team übernimmt nach einer Einweisung – oder wir betreiben die Integration auf Wunsch weiter.
Beispiel
Ein typischer Fall: drei Systeme, keine gemeinsame Wahrheit
Ein angenommenes Szenario, wie es in dieser oder ähnlicher Form häufig beschrieben wird.
Kein Kundenprojekt
Angenommen, ein Großhändler pflegt seine Kunden im CRM, wickelt Aufträge im ERP ab und verkauft zusätzlich über einen Onlineshop. Der Vertrieb legt Neukunden im CRM an, die Buchhaltung tippt sie ein zweites Mal ins ERP. Bestellungen aus dem Shop kommen per E-Mail und werden von Hand übertragen. Einmal pro Nacht läuft ein Importskript, das die Bestände abgleicht – jedenfalls dann, wenn es nicht abbricht.
Typisch ist dann, dass niemand den Zahlen ganz vertraut. Der Vertrieb sieht veraltete Bestände, Kundenadressen unterscheiden sich je nach System, und wenn das Skript ausfällt, bemerkt es erst jemand, wenn ein Artikel doppelt verkauft wurde. Die eigentliche Frage ist dabei selten technisch, sondern fachlich: Welches System ist für welche Daten die verbindliche Quelle, und was soll bei einem Widerspruch geschehen?
In einem solchen Fall würden wir genau diese Frage zuerst schriftlich klären und dann schrittweise anbinden: etwa zuerst die Kundenstammdaten vom CRM ins ERP, danach Shop-Bestellungen per Webhook direkt ins ERP, zuletzt die Bestände in die Gegenrichtung. Jede Verbindung bekommt Fehlerlogik und ein Protokoll, jede Stufe ist für sich nutzbar. Ob und in welchem Umfang sich das lohnt, zeigt die Analyse – nicht dieses Beispiel.
Technologie
Offene Standards statt Eigenbau-Protokolle
In der Schnittstellenentwicklung setzen wir auf offene Standards: Neue Schnittstellen entstehen als REST-API mit OpenAPI-Spezifikation, Authentifizierung über OAuth 2.0 und Webhooks für Ereignisse. Für die Logik dazwischen setzen wir meist TypeScript mit Node.js oder Go ein; Zwischenstände und Warteschlangen liegen in PostgreSQL oder Redis. Wo Ihr Haus bereits einen Standard hat, arbeiten wir darin weiter, statt einen zweiten danebenzustellen.
Die Gegenseite nehmen wir, wie sie ist: moderne APIs, ältere Dienste, direkte Datenbankzugriffe oder Dateiaustausch. Jede Integration liefert Protokolle, Metriken und Traces über OpenTelemetry, damit Sie sehen, was tatsächlich zwischen den Systemen fließt. Betrieben wird sie in Containern – bei Ihnen, in Ihrer Cloud oder auf Wunsch durch uns.
- OpenAPI
- REST
- Webhooks
- OAuth 2.0
- TypeScript
- Go
- PostgreSQL
- OpenTelemetry
FAQ
Häufige Fragen zur Schnittstellenentwicklung
Was in Erstgesprächen zu Schnittstellen und Integrationen tatsächlich gefragt wird.
Was kostet die Entwicklung einer Schnittstelle?
Den Aufwand bestimmen vor allem die Gegenstellen: Gibt es eine dokumentierte API, wie viele Datenarten fließen in welche Richtung, und wie sauber sind die Daten? Kleinere Werkzeuge und Automatisierungen beginnen im vierstelligen Bereich, ab etwa 1.000 Euro; ausgewachsene Anwendungen liegen je nach Umfang meist im fünfstelligen Bereich, größere Plattformen darüber. Nach der Analyse erhalten Sie eine Schätzung mit Preisspanne.
Was ist der Unterschied zwischen einer API und einer Schnittstelle?
Im Alltag meist keiner. „Schnittstelle“ ist der Oberbegriff für jede Verbindung zwischen Systemen – auch für Dateiexporte oder direkte Datenbankzugriffe. Eine API ist eine Schnittstelle, die ausdrücklich für Programme gebaut ist, heute meist als REST-API über HTTP. Wo es geht, setzen wir auf APIs mit OpenAPI-Spezifikation, weil sie sich testen, versionieren und dokumentieren lassen.
Lässt sich unser ERP anbinden, wenn es keine offene API hat?
Oft ja, aber nicht immer. Viele ältere Systeme bieten zumindest einen Datenexport, einen Datenbankzugriff oder ein Importverzeichnis, über das sich ein Abgleich bauen lässt. Wie belastbar das ist und was der Hersteller zulässt, klären wir in der Analyse – bevor Sie Geld in eine ERP-Anbindung stecken, die im Betrieb nicht trägt.
Was passiert, wenn eines der Systeme ausfällt?
Dafür ist die Fehlerlogik da. Nachrichten, die nicht zugestellt werden können, landen in einer Warteschlange und werden mit wachsendem Abstand erneut versucht. Doppelte Zustellungen werden erkannt, damit kein Auftrag zweimal entsteht. Scheitert ein Datensatz dauerhaft, wird er nicht verworfen, sondern gemeldet – mit Protokoll, damit Ihr Team oder wir gezielt nachsteuern können.
Lassen sich Schnittstellen datenschutzkonform umsetzen?
Die technischen Voraussetzungen schaffen wir: verschlüsselte Übertragung, Zugriff über OAuth 2.0 oder Schlüssel mit eng gefassten Rechten, nur die Felder, die tatsächlich gebraucht werden, und Betrieb in der EU oder auf Ihren eigenen Servern. Protokolle enthalten so wenig personenbezogene Daten wie möglich. Die rechtliche Bewertung bleibt bei Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsberatung.
Weitere Leistungen
Was oft dazugehört
Webanwendungen & Business-Tools
Interne Werkzeuge und Kundenportale, die den Arbeitsalltag abbilden statt ihn zu verkomplizieren.
- TypeScript
- React
- Next.js
- PostgreSQL
KI-Assistenten & LLM-Integration
Assistenten und Chatbots, die auf Ihren eigenen Daten arbeiten und begründen, woher eine Antwort stammt.
- LLM
- RAG
- Vektorsuche
- MCP
Prozessautomatisierung
Wiederkehrende Abläufe, die ohne manuelle Zwischenschritte laufen – mit klarer Fehlerbehandlung.
- Workflows
- Queues
- Event-Driven
- Cron
Welche Systeme sollen miteinander sprechen?
Nennen Sie uns die beteiligten Systeme und was heute von Hand passiert. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob und wie sich die Verbindung bauen lässt.